Aus der Gartenpraxis seit frühesten Kindertagen an – beginnend beim kleinen Erbsen- und Linsenbeet in einem Hausgarten am Taunus-Südrand – entstand mehr und mehr die Idee, Garten- und Landkultur könne und solle mit allem verträglich sein, was am Ort des Gartens oder des kultivierten, genutzten Landes von Natur aus wachse. Zumindest solle es so gestaltet werden können, dass die standortheimische Arten- und Lebensraumvielfalt bestehen könnte – trotz oder am besten vielleicht gerade mit einer Nurtzung durch Menschen!

Dazu entwickelte sich eine Idee mit vielen Facetten, die auf dieser Seite an Hand von Zitaten näher beschrieben werden. In Literaturzitate lasse ich andere zu Wort kommen, in denen sich ausdrückt, was bei Haliotis die Garten- und Landkultur prägt. So mag verständlich werden, was bei Haliotis zur Garten- und Landkultur dazu gehört und was nicht.

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Als erstes Zitat folgt ein Text aus Tom Browns Bücher, das aus seiner Lehre bei Großvater berichtet:
„… vor allem müssen wir begreifen, dass alle Lebewesen, die auf Erden leben, Nahrung brauchen. Wir müssen vieles vom Land nehmen, um am Leben zu bleiben. Der Unterschied liegt in der Art und Weise, wie wir diese Aufgabe bewältigen.
Erstens müssen wir die Dinge mit großer Dankbarkeit und Würde im Herzen annehmen; zweitens müssen wir die notwendigen Eingriffe auf eine Art vollziehen, die dem Land wohl tut und es nicht zerstört. Wir müssen an die Zukunft denken und unseren Kindern und Enkelkindern zu einem guten Vermächtnis verhelfen. Auch müssen wir die Schöpfung in besserem Zustand zurücklassen, als wir sie vorgefunden. Auf diese Weise erfüllen wir unsere Bestimmung als Hüter der Erde.“ …

„Unsere Aufgabe als Hüter der Erde beginnt und endet nicht damit, dass wir die richtigen Dinge auf richtige Art nehmen. Wir müssen allezeit Beschützer der Erde sein, bereit, sie notfalls mit unserem Leben zu verteidigen. Die Natur braucht jederzeit unsere Hilfe, nicht nur dann, wenn wir etwas von ihr nehmen. Immer müssen wir durch das Land wandern, hegend, pflegend, veredelnd und pflanzend, um der natur beizustehen. Auch die Menschen sind Teile der Natur, und wir müssen ihnen helfen, stärker zu werden, indem wir sie lehren und ihnen den heiligen Weg zeigen. Auf diese Weise können wir am besten jenes kostbare Geschenk des Lebens für künftige Generationen bewahren. Viele wollen jedoch nicht aufmerken, weil sie keinen anderen Weg kennen. Der Kampf kann sehr lange dauern und sehr schwer werden.“

„Noch ein kurzer Gedanke, den du verstehen musst. Wenn wir etwas von der Natur nehmen müssen, sei es Tier oder Pflanze, dann stirbt der Geist dieses Wesens nicht. Vielmehr wird es Teil unseres Geistes. Es gibt in Wahrheit keinen Tod, wenigstens nicht, wenn die Dinge auf richtige Art genommen werden – auf heilige Art. Sinnlosen Tod gibt es nur, wenn die Dinge aus Habgier genommen werden, wenn also das Land zerstört wird. Du gehörst zur Schöpfung und unterliegst ihrem Gesetz und du gehörst zur Erde, wie du auch Teil dieses alten Baumes bist und er ein Teil von dir. Die Natur kann ohne uns existieren, aber es würde viel mehr Anstrengung kosten. Vergiß´ nicht: Wir dienen hier einem Höheren, das über unser selbst hinausgeht. Wir sind die Hüter der Erde.“

Text aus Tom Browns Buch „Großvater – ein Leben für die Wildnis (1994, Interlaken, ISBN 3715701749). Der Text geht auf Coyote Thunder zurück, Großvaters Lehrmeister. Er spiegelt etwas von der Würde der nordamerikanischen Indianer-Kulturen in ihrem Umgang mit der Natur. LeserIn störe sich bitte nicht an dem vielen „müssen“, so ist es bei der Übersetzung entstanden. – Dem Rat, der darin geben wird, folgt Haliotis´ Naturnahe Garten- und Landkultur.

Haliotis-Südportugal, http://www.haliotisport.wordpress.com und http://www.haliotis.net, e-mail bitte an: bghaliotis@gmail.com

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